
Mirbala Salimli
Mirbala Salimli wurde am 5. April 1963 im Dorf Gubali im heutigen Bezirk Hajigabul geboren. 1985 schloss er die Abteilung für Film- und Dramaschauspiel des Staatlichen Kunstinstituts Aserbaidschans (benannt nach M. A. Aliyev), 1995 die Abteilung für Theaterregie der Moskauer Höheren Theaterschule (benannt nach B. W. Schtschukin) und 2001 die Abteilung für Filmregie der Moskauer Höheren Kurse für Drehbuchautoren und Regisseure jeweils mit Auszeichnung ab. Er ist Schüler des berühmten russischen Filmregisseurs Alexei Jurjewitsch German und absolvierte ein Praktikum bei dessen Film „Es ist schwer, ein Gott zu sein“. 2003–2004 nahm er im Rahmen des Programms AVANTI (Schweiz) an Meisterkursen des Filmregisseurs K. Zanussi (Polen) und des Filmdramatikers D. Benke (Deutschland) teil, 2006–2007 im Rahmen des Programms IFA-SC (Schweiz) bei der Filmdramatikerin Claire Downes (Großbritannien). Seit 1985 arbeitet er am Staatlichen Dramatheater Scheki und ist derzeit dessen Chefregisseur. Als Theaterregisseur inszenierte er über 30 Dramen, die zu den Perlen der aserbaidschanischen und der Weltdramatik zählen. Für die Inszenierung von Jean-Baptiste Molières Komödie „Der Geizige“ erhielt er den vom Verband der Theaterschaffenden Aserbaidschans gestifteten Preis „Qızıl Dərviş“ (2009), für Ilyas Afandiyevs „Sevgililərin cəhənnəmdə vüsalı“ den vom Kulturministerium Aserbaidschans gestifteten Preis „Zirvə“ (2014) und für Haldun Taners „…Və dəyirman dönərdi“ die von TÜRKSOY gestiftete Haldun-Taner-Medaille (2015). Seit 2000 arbeitet er mit der Kreativvereinigung „Mir iskusstwa“ (Moskau) zusammen und drehte dort als Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann über 20 Dokumentarfilme, die Diplome internationaler Festivals erhielten. 2002 drehte er als Filmregisseur und Drehbuchautor im Studio „Debüt“ den Kurzspielfilm „Odla qol-boyun“. Er war Teilnehmer vieler internationaler Festivals (Frankreich, Ungarn, Russland, Tadschikistan u. a.) und Filmforen. 2007 drehte er im Dokumentarfilmstudio „Yaddaş“ den Dokumentarfilm „Şəki – tarixin naxışları“. Der Film lief auf internationalen Festivals (Frankreich, Türkei). 2016 drehte er den Film „Qırmızı bağ“, eine Koproduktion der Studios Azərbaycanfilm und VayTMedia (Russland). Der Film erhielt beim 15. Internationalen Filmfestival Dhaka im Wettbewerbsprogramm „Spirituelle Filme“ den Preis „Bester Spielfilm“, beim 17. Internationalen Baikal-Filmfestival in Russland den Preis „Bester Spielfilm (benannt nach L. I. Gaidai)“ und beim Internationalen Filmfestival Trabzon (Türkei) drei Preise „Altın Kemençe“ für die Hauptdarsteller (Gulzar Gurbanova „Beste weibliche Rolle“, Magsud Mammadov „Beste männliche Rolle“, Taleh Badiyev „Sonderpreis der Jury“ für seine Schauspielleistung). Der Film wurde außerdem in Russland als Nominierter für den Preis „Bester Film der GUS- und baltischen Länder“ des 30. „Nika“-Preises bekannt gegeben und 2018 mit dem von der Filmakademie Aserbaidschans gestifteten Preis „Qızıl Pəri“ für das „beste abendfüllende Spielfilmdebüt“ sowie mit dem Preis des Verbandes der Filmschaffenden Aserbaidschans für die glänzende künstlerische Lösung des Films ausgezeichnet. Am 9. Mai 2012 wurde ihm der Ehrentitel Verdienter Kunstschaffender verliehen. 2009, am 30. April 2014, 6. Mai 2015, 6. Mai 2016, 1. Mai 2017, 9. Mai 2018, 10. Mai 2019 und 7. Mai 2020 erhielt er den Präsidentenpreis.
